Tajine, Freitagscouscous, knusprige Pastilla, würzige Harira und Gazellenhörnchen — die marokkanische Küche gehört zu den reichhaltigsten der Welt.
Marokkanische Küche: Was man essen sollte und wo
Die marokkanische Küche gehört zu den drei großen Küchen der arabischen Welt — das Ergebnis jahrhundertelanger Fusion berberer, arabischer, andalusischer, jüdischer und subsaharischer Traditionen. Gewürze, frische Kräuter, Trockenfrüchte und Gemüse vereinen sich in Gerichten von außergewöhnlicher aromatischer Komplexität.
Tajine
Die Tajine — sowohl der kegelförmige Tontopf als auch das darin gekochte Gericht — ist das Herzstück der marokkanischen Hausmannskost. Die Hitze zirkuliert durch den Kegeldeckel und schafft zartes Fleisch mit intensivem Geschmack. Unverzichtbare Varianten: Lammfleisch mit Pflaumen und Mandeln, Hähnchen mit eingemachter Zitrone und Oliven, Kefta (gewürzte Fleischbällchen) mit Ei in Tomatensauce.
Freitags-Couscous
Couscous ist das Nationalgericht — traditionell am Freitag nach dem Gebet zubereitet. Dreifach gedämpfter Grieß wird mit saisonalem Gemüse und Lammfleisch oder Huhn serviert. Der beste Couscous kommt aus einer marokkanischen Familie; der zweitbeste aus einem Restaurant, das ihn ernst nimmt.
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Pastilla (Bastilla)
Marokkos aufwendigstes Festgericht: eine blättrige Warqa-Pastete gefüllt mit zerzupftem Tauben- oder Hühnchenfleisch, Gewürzen, gerührten Eiern und gerösteten Mandeln, bestäubt mit Puderzucker und Zimt. Die süß-salzige Kombination klingt unwahrscheinlich und schmeckt außergewöhnlich. Fès gilt als Heimat der Pastilla.
Harira und Straßenküche
Harira (dicke Suppe aus Tomaten, Linsen und Kichererbsen) ist das nationale Soulfood — essentiell im Ramadan, das ganze Jahr verfügbar für 3-5 MAD. Unverzichtbare Straßenküche: Msemen (geschichtete Pfannkuchen mit Honig und Arganöl), Fleischspieße (am besten auf dem Djemaa el-Fna) und Makouda (Kartoffelkrapfen mit Harissa).
Minztee
Der Atay (grüner Tee mit frischer Minze und viel Zucker) ist das Symbol marokkanischer Gastfreundschaft. Er wird aus großer Höhe in kleine Gläser gegossen, um Schaum zu erzeugen. In Läden, Riads und Häusern angeboten — die Ablehnung gilt als leichte Unhöflichkeit.
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